Über uns 2018-03-07T18:05:19+00:00

„Unser Leitbild“

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Unser Motto lautet „Kleine Schritte für ein großes Ziel“.

Wir haben uns die intensive und umfassende Förderung von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf zur Aufgabe gemacht. Der Mensch mit seinen individuellen Stärken, Fähigkeiten und Bedürfnissen steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Gegenseitiger Respekt, Empathie und Professionalität prägen unser Denken und Handeln.

Die größtmögliche und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft sowie das Recht auf Bildung und individuelle Förderung auf Grundlage der Chancengleichheit aller von uns betreuter Kinder und Jugendlicher ist das nachhaltige Ziel unserer Arbeit. Auf dem Weg dorthin gewährleistet das System der konduktiven Förderung die untrennbare Einheit von Erziehung, Therapie und Bildung. Tägliche kombinierte heilpädagogische und therapeutische Angebote sowie deren konkrete Umsetzung in den Alltag führen zu größtmöglicher Aktivität, Bewusstheit und Selbstbestimmung. Eine positive Zusammenarbeit mit den Eltern und dem nahen sozialen Umfeld unserer Kinder und Jugendlichen ist ein tragender Teil unseres Konzepts. Wir beraten bei therapeutischen und pädagogischen Fragestellungen und bieten psychische Unterstützung auch in Krisensituationen an.

Fachkräfte aus integrationspädagogischen, konduktiven, heil-, pädagogischen, pflegerischen und therapeutischen Berufsgruppen arbeiten in kleinen Teams berufsübergreifend und eng vernetzt zusammen.

Unsere fachspezifischen Zusatzausbildungen für die Bereiche der Konduktiv Mehrfachtherapeutische sowie Sensorisch Konduktive Förderung, laufende Fort- und Weiterbildungen sowie die regelmäßige fachliche Begleitung und Supervision sichern die hohe Qualität unserer Arbeit.

Die Konduktive Pädagogik wurde ursprünglich von dem ungarischen Arzt Prof. Dr. András Petö Ende der 1940er entwickelt. Er verstand Behinderung als Lernhindernis, das sich durch die Schaffung optimaler Lernbedingungen mindestens teilweise überwinden lässt. Alle Menschen mit Beeinträchtigungen können also Handlungskompetenzen und ein Mehr an Selbstbestimmung erwerben. Helga Keil-Bastendorff hat bei Prof. Petö gelernt und das konduktive System nach Wien gebracht und dieses komplexe Lern-, Förder- und Therapiesystem zur Konduktiv Mehrfachtherapeutischen Förderung weiterentwickelt.

Die Grundprinzipien unserer Arbeit sind…

  • Positives, humanistisches Menschenbild sowie Orientierung am Gegenüber, Wertschätzung und bedingungslose Annahme des Menschen
  • Struktur für ein Gefühl der Sicherheit und Orientierung
  • wiederkehrende Elemente, aufbauende Aufgabenserien
  • ganzheitliche Angebote in Gruppen- und Einzelsituationen
  • Arbeit in Teams aus Konduktor*in, (Heil-,)Pädagog*in, Therapeut*in, Pflege- und Unterstützungskräften
  • hohes Maß an Alltagsrelevanz und Praxie

Die wesentlichen Prinzipien werden durch neueste Erkenntnisse über menschliches Lernen in Pädagogik, Rehabilitation, Neuroorthopädie, Medizin, Psychologie, Pflegewissenschaft, Soziologie und Sportwissenschaften weiterentwickelt. Das komplexe System umfasst Förderung und Unterstützung in allen Persönlichkeits- und Lebensbereichen. Inzwischen profitieren Menschen aller Altersgruppen mit verschiedenen cerebral bedingten motorischen, kognitiven, sensorischen und komplexen Beeinträchtigungen von den Angeboten der Konduktiv Mehrfachtherapeutischen Förderung.

„Unter sensorischer Integration versteht man jenen neurologischen Prozess, bei dem vom eigenen Körper und der Umwelt ausgehende Sinneseindrücke geordnet werden und der es dem Menschen ermöglicht, seinen Körper innerhalb der Umwelt sinnvoll einzusetzen.“ (J. Ayres, 1989).

Bei Beeinträchtigungen der Aufnahme, Verarbeitung und Integration von Sinnesreizen, ist die Planung und Umsetzung von Verhalten betroffen, und dies wirkt sich negativ auf alle weiteren Lernprozesse aus.

Durch gezielte Reizzufuhr im Rahmen sinnvoller Aktivitäten können konzeptuelles und motorisches Lernen zur Planung und Organisation von Handlungsschemata verbessert werden. Die Zusammenführung der Konduktiven Förderung und der Sensorischen Integrationstherapie wird in den „Sensorisch Konduktiven“ und integrativen Gruppen praktisch umgesetzt: Menschen mit Autismusspektrum Störung und/oder Wahrnehmungsbeeinträchtigungen lernen hier, sowohl in intensiven Lerneinheiten wie auch im inklusiven Setting, ganzheitlich, aktivierend und alltagsbezogen durch gezielte Bewegungsangebote und Einbeziehung aller Wahrnehmungsbereiche sowie unter Anwendung von handlungsbegleitendem Sprechen.

Charakteristisch ist die Arbeit in der Gruppe, sowie der strukturierte, gleichbleibende Tagesablauf zur besseren Orientierung. Das Ziel der intensiven Arbeit in Kleingruppen ist immer die volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft.

Die Sensorisch Konduktive Förderung geht immer von den Stärken des Menschen aus und unterstützt in jedem Augenblick die Eigenaktivität des Menschen.

Die Basale Stimulation baut auf dem elementaren Bedürfnis jedes Menschen nach Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation auf.

Menschen mit schwerer Mehrfachbehinderung können sich diese Bedürfnisse nur schwer selbständig erfüllen. So werden ihnen diese elementaren Wahrnehmungserfahrungen durch einfühlsame Angebote vermittelt, die an frühe, zum Teil vorgeburtliche Erfahrungen anknüpfen. In erster Linie handelt es sich um somatische, vestibuläre und vibratorische Erfahrungen sowie Angebote für alle anderen Sinne, die zu einer neuen Erlebens- und Wahrnehmungsqualität führen und eine elementare Kommunikation mit den Bezugspersonen ermöglichen.

Die Weiterentwicklung der Basalen Stimulation für Kinder und Jugendliche mit schwerer Mehrfachbehinderung zur Konduktiv Basalen Förderung beinhaltet das multisensorielle Lernen als wesentlichen Bestandteil und wird in unseren basalen Gruppen in der praktischen Zusammenführung von Elementen der Basalen Stimulation mit systematischem Training der Bewegungsfähigkeiten (Greifen, Halten, Manipulieren, Anbahnen und Training von Sitzen, Stehen, Fortbewegen und Gehen) in Form täglicher intensiver Einheiten angeboten.

Die Grundlage der Montessori-Pädagogik ist, jedes Kind in seiner Persönlichkeit zu respektieren, ihm achtsam zu begegnen und auf seinem Entwicklungsweg liebevoll und unterstützend zu begleiten.

So ist es möglich, dass Kinder in einer vorbereiteten Umgebung ihren persönlichen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Interessen entsprechend tätig werden können

Eine Tätigkeit bildet die Voraussetzung für Entwicklung und Lernen.

In der Freiarbeit haben die Kinder die klaren Rahmenbedingungen und den Freiraum, der es ihnen ermöglicht, zu selbstbewussten und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten heranzureifen. Der Erwachsene beobachtet und begleitet das Kind auf seinem Entwicklungsweg, berücksichtigt die sensiblen Phasen, hilft, wo es Hilfe braucht, lässt ihm ausreichend Zeit und Gelegenheit zur Selbsttätigkeit. Durch diese individuelle Entwicklungsmöglichkeit, in der auf alle Entwicklungsbereiche (kognitiv, sozial-emotional, sensomotorisch) gleichwertig eingegangen wird, kommen Elemente der Montessori-Pädagogik in unseren Kindergarten- und Schulgruppen zur Anwendung.

Das große Ziel unserer Arbeit im Therapieinstitut Keil ist es, möglichst selbständige und selbstbestimmte junge Menschen ein Stück ihres Weges zu begleiten. Das ganzheitliche System der Konduktiven Förderung mit den verschiedenen Schwerpunkten ist unser Arbeitsansatz dafür. Kooperationen zwischen den Kindern verschiedener Gruppen und innerhalb der Abteilungen ist gelebte pädagogische Praxis.  Ziele der kooperativen und integrativen Arbeit sind die gemeinsame Erziehung, Bildung, Förderung und Betreuung von Kindern mit und ohne Beeinträchtigung, mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf und eine gelebte, offene und fröhliche Kindergarten- und Schulpraxis. Das zeitliche Angebot ist individuell auf die Bedürfnisse der Kinder angepasst. Die Kinder lernen unabhängig von Alter, Herkunft und Schweregrad der Beeinträchtigung ihre Lebenssituation so eigenaktiv, bewusst und selbstbestimmt wie möglich solidarisch zu bewältigen. Dabei unterstützen sie die engagierten Fachkräfte verschiedener heil- und inklusionspädagogischer, pflegerischer und therapeutischer Berufsgruppen. Ausgehend vom Grundsatz der Inklusion als umfassendes Konzept menschlichen Zusammenlebens, bedeutet dieses Konzept für die Elementar- und Schulpädagogik einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung für Alle. Die zielgerichtete, altersadäquate Vorbereitung auf die Inklusion (als Anbahnung und Ermöglichung der aktiven Teilhabe am Gruppengeschehen) durch ganzheitliche heilpädagogisch-therapeutische Fördermaßnahmen erfolgt im Vorfeld durch zum Teil hochspezialisierte Angebote in Kleingruppen und auch in einzeltherapeutischen Settings. Kooperative, integrative und zukünftig inklusive Gruppenangebote unterstützen die Entwicklung von Kinder mit und ohne Beeinträchtigung. Das Konzept der gemeinsamen Betreuung basiert auf der Erfahrung, dass alle Kinder in allen Lebensbereichen mit- und voneinander lernen. Das Zusammenleben wird als selbstverständlich erlebt – so wird das freudvolle, positive soziale Lernen selbstverständlich unterstützt.

Unterstützte Kommunikation ermöglicht Kindern mit Kommunikationsbeeinträchtigung mehr Chancen für eine effektivere Verständigung und dadurch mehr Entwicklungschancen und somit bedeutend mehr Lebensqualität. Unterstützte Kommunikation schafft nötige Voraussetzungen für die Anregung der Sprachentwicklung bei Kindern mit Beeinträchtigung und erhöht deutlich positive Kommunikationserfahrungen.

Im Mittelpunkt Unterstützter Kommunikation steht der Mensch ohne aktive oder mit stark eingeschränkter Lautsprache und das Bestreben ihnen auf vielfältige Weise möglichst früh und möglichst häufige erfolgreiche Kommunikationserfahrungen zu ermöglichen. Dabei werden als Ergänzungen oder Ersatz der Lautsprache körpereigene Kommunikationsmöglichkeiten (z.B. Gesten, Blicke), wie auch nichtelektronische (z.B. Bilder, Fotos, Symbole) oder elektronische Kommunikationshilfen (z.B. Sprachcomputer, Tablet) genutzt. Eine Kommunikation über die Lautsprache bleibt bei immer ein mögliches Ziel der Arbeit. Gleichzeitig sieht das Konzept auch eine umfassende heilpädagogisch-therapeutische Begleitung vor, um Interaktionsgestaltung und Gesprächsführung durch die Kommunikationspartner zu fördern.

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