Kooperation – Integration – Inklusion im Therapieinstitut Keil

Das große Ziel unserer Arbeit im Therapieinstitut Keil ist es, möglichst selbständige und selbstbestimmte junge Menschen ein Stück ihres Weges zu begleiten. Das ganzheitliche System der Konduktiven Förderung mit den verschiedenen Schwerpunkten ist unser Arbeitsansatz dafür. Kooperationen zwischen den Kindern verschiedener Gruppen und innerhalb der Abteilungen ist gelebte pädagogische Praxis.

Kooperationen und integrative Angebote für Kinder verschiedener Gruppen und innerhalb der Abteilungen ist gelebte pädagogische Praxis. Ziele der kooperativen Arbeit sind die gemeinsame Erziehung, Bildung, Förderung und Betreuung von Kindern mit und ohne Beeinträchtigung mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf und eine gelebte offene und fröhliche Kindergarten- und Schulpraxis.

Das zeitliche Angebot ist individuell auf die Bedürfnisse der Kinder angepasst und kann sich im Stundenausmaß im täglichen Miteinander steigern. Die Kinder lernen unabhängig von Alter, Herkunft und Schweregrad der Beeinträchtigung ihre Lebenssituation so eigenaktiv, bewusst und selbstbestimmt wie möglich solidarisch zu bewältigen. Dabei unterstützen die engagierten Fachkräfte verschiedener heil- und inklusionspädagogischer, pflegerischer und therapeutischer Berufsgruppen.

Zentrales Anliegen der gelebten kooperativen Praxis ist die Verwirklichung des Normalisierungsprinzips: Jedes Kind soll seinen persönlichen Fähigkeiten entsprechend normal aufwachsen und leben. Dazu gehören ein hohes Maß an Toleranz, Akzeptanz, Solidarität sowie ein positives Menschenbild, das davon ausgeht: Es ist normal, verschieden zu sein!

Das gemeinsame Lernen von- und miteinander führt zu einer Verbesserung der Lebensqualität und sozialen Handlungskompetenz aller Kinder. Kindern mit besonderen Bedürfnissen bietet das konduktive System klare, erkenn- und durchschaubare Strukturen im Tagesablauf, die durch die täglichen Fördereinheiten im kleinen Rahmen erlernt werden.

Ausgehend vom Grundsatz der Inklusion als umfassendes Konzept menschlichen Zusammenlebens, bedeutet dieses Konzept für die Elementar- und Schulpädagogik einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung für alle und das Erkennen sowie Überwinden vorhandener Barrieren.

Die qualitative und quantitative Ausweitung inklusiver Bildungsangebote ist ein Schwerpunkt unseres heil- und inklusionspädagogischen Handelns. Die zielgerichtete, altersadäquate Vorbereitung auf die Inklusion im Sinne einer Anbahnung und Ermöglichung der aktiven Teilhabe am Gruppengeschehen durch ganzheitliche heilpädagogisch-therapeutische Fördermaßnahmen erfolgt im Vorfeld durch zum Teil hochspezialisierte Angebote in Kleingruppen oder in einzeltherapeutischen Settings.

Kinder mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf erhalten individuell abgestimmte Angebote, durch die sie ihr individuelles Potential entwickeln und entfalten können. So gelingt es ihnen entsprechend ihrem individuellen Tempo in ihr soziales Umfeld hineinzuwachsen, so, wie sich auch das Umfeld auf die individuelle Situation der Kinder einstellen kann.

Unser komplexes, kindgerechtes Angebot umfasst die Teilnahme in kleinen hochspezialisierten Therapiegruppen, Kleingruppenförderung in integrativen Kindergarten- oder Schulgruppen oder die mehrmals täglich stattfindende individuelle Einzelförderung. Individuell gestaltete Inklusion wird parallel mit gezielter und exakt geplanter Kooperation unterstützt und in einem durchlässigen Mehrphasenprozess angeboten.

Aufgrund dieser Prinzipien erfolgt in einem Klima sozialer Akzeptanz

  • die Erstellung individueller Förderkonzepte, die alle Persönlichkeitsbereiche einbeziehen (sozial-emotional, motorisch-therapeutisch, sensorisch-integrativ, verhaltenstherapeutisch, kognitiv, sprachlich sowie heil- und inklusionspädagogisch) und darauf aufbauend
  • die Planung, Vorbereitung, Umsetzung und Begleitung kooperativer, integrativer  sowie inklusiver Angebote.

Kinder mit besonderen Bedürfnissen benötigen klare, für sie erkenn- und durchschaubare Strukturen im Tagesablauf, die durch die täglichen Fördereinheiten im kleinen Rahmen erlernt werden.

Die Grundsätze der Konduktiv Mehrfachtherapeutischen und Sensorisch Konduktiven Förderung, von Basaler Förderung, Montessori-Pädagogik, Sensorischer Integrationstherapie Unterstützter Kommunikation sowie Autismus-spezifischen Förderkonzepten (z.B., TEACCH, PECS, ABA) werden im Kindergarten- und Schulalltag konsequent und kontinuierlich weitergeführt.

Kooperative und inklusive Gruppenangebote unterstützen die Entwicklung von Kinder mit und ohne Beeinträchtigung.

Das Konzept der gemeinsamen Betreuung basiert auf der Erfahrung, dass alle Kinder in allen Lebensbereichen voneinander lernen können durch das Miteinander in der Gruppe. Das Zusammenleben wird als selbstverständlich erlebt – so können Hemmschwellen oder Vorbehalte erst gar nicht entstehen und das soziale Lernen selbstverständlich unterstützt.

2018-02-27T08:09:30+00:008. Februar 2018|Allgemein, Angebote, Kindergarten, Leitbild, Schule|