DIE KONDUKTIV MEHRFACHTHERAPEUTISCHE FÖRDERUNG  

 

Der Begriff „konduktiv“ stammt aus dem Lateinischen: conducere = zusammenführen, weiterführen, nützen

Die wesentlichen Merkmale sind:

Die Komplexität – die KM Förderung versteht sich als „die untrennbare Einheit aus systematischer Therapie, Erziehung und Bildung“.

Mittelpunkt dieses Fördersystems ist immer der Mensch als fühlendes, denkendes und vor allem handelndes Wesen – sowie seine ganze Persönlichkeit in der Wechselwirkung mit der Umwelt.

Der Mensch wird gleichzeitig in altersgemäßer, motivierender, individuell variabler und in einer mit den Alltagstätigkeiten verknüpften Art und Weise therapeutisch und pädagogisch gefördert, anstatt räumlich und zeitlich voneinander getrennt und von verschiedenen therapeutisch oder pädagogisch ausgebildeten Fachleuten.

Lernen erfolgt am raschesten ganzheitlich – mehrfachtherapeutisch – und über alle Sinne (multisensoriell) unter Einschluss der gesamten Persönlichkeit.

Die gezielte kontinuierliche Aktivierung – mit dem Ziel der höchstmöglichen Selbstbestimmung und Selbststeuerung

Bei jedem Lernschritt soll der Mensch Ziel und Sinn der Aufgabe erkennen, motiviert sein, die Aufgabe konzentriert, aktiv und kontinuierlich durchführen und Erfolge erkennen lernen.

Im ganzheitlichen Lernprozess sind nicht nur die Inhalte wichtig; Ziel ist vor allem die Selbststeuerung dieses Lernprozesses durch das Individuum.

Der unmittelbare Alltagsbezug – im Hinblick auf weitestgehend selbständige Alltagsbewältigung

Alle Förderziele (motorisch, kognitiv, sozial-emotional, sensorisch-integrativ) werden im Hinblick auf die unmittelbare Anwendbarkeit im Alltag erstellt, d.h. alle Aufgaben werden so gewählt, dass der Alltagsbezug für den Menschen einsichtig ist.

In der konkreten Lernsituation sind die einzelnen Aufgaben so gestaltet, dass Bewegungs- und Handlungsabläufe in kleine Teilschritte zerlegt, wiederholt geübt und in Folge in konkreten Alltagstätigkeiten unmittelbar angewendet werden.

 

Die Komplexität wird durch KonduktorInnen und das transdisziplinäre Team aus PädagogInnen und Dipl. Physio- und ErgotherapeutInnen gesichert und konkret verwirklicht. Sie sind Bezugspersonen für die Kinder und vereinen die therapeutischen und pädagogischen Kompetenzen zu gleichen Teilen. Sie kennen die jungen Menschen in ihrer Gesamtheit, registrieren und verstärken kleine und kleinste Fortschritte, können diese auf andere Situationen während des Alltags übertragen und sichern so einen kontinuierlichen und umfassenden Lernprozess.

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Institut Keil LogoJugendlicher und Therapeut beim Trinken


Förder- und Therapiekonzept